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Optimaler Korrosionsschutz Korrosionsbeständigkeit ist nur gegeben bei einer metallisch reinen Oberfläche. Dies bedeutet das Beseitigen von: - Oxidschichten, Zunder und Anlauffarben, Schlackenreste, Schweißspratzer - auch kleinsten Fremdeisenspuren - Chlor-, Brom- und Jodidionen - Spannungen aus der mechanischen Bearbeitung. |
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Oberflächenbehandlung
von Edelstahl nach dem SchweißenMechanische und Chemische Verfahren Mechanisches Verfahren: 1. Bürsten Diese Behandlung, die mit austenitischen Drahtbürsten erfolgen muss, kann überall dort verwendet werden, wo keine höheren Anforderungen an die chemische Beständigkeit gestellt werden, z.B. für die Außenwände von Apparaten und Rohrleitungen, soweit diese lediglich der umgebenden Atmosphäre ausgesetzt sind. Die austenitischen Drahtbürsten dürfen nicht zum Reinigen anderer Werkstoffe verwendet werden. Dieses Verfahren ist nicht geeignet, Zunderschichten und festhaftende Schlackenreste vollständig zu entfernen. 2. Schleifen Zum Abschleifen von Schweißzunder und Schweißperlen werden gewöhnlich Schleifscheiben und Rotorfächer-Schleifer benutzt. Die zu wählende Korngröße ist dem Reinigungseffekt anzupassen. Wenn keine höheren Anforderungen an die Oberflächengüte vereinbart werden, ist es ausreichend, den Endschliff mit Körnung 180 vorzunehmen. Es ist darauf zu achten, dass keine zugesetzten oder stumpfen Schleifwerkzeuge verwendet werden und die Werkstoffoberfläche nicht stark erwärmt wird, Anlauffarben sind nicht zulässig. Die Schleifwerkzeuge dürfen für andere als austenitische Werkstoffe nicht eingesetzt werden. Beim Schleifen mit einer Körnung gröber als 180 können in einer dünnen Oberflächenzone so hohe Eigenspannungen und Kaltverformungen im Stahl entstehen, dass dieser eine erhöhte Anfälligkeit für Spannungsrisskorrosion erhält. Dadurch kann auch die Beständigkeit gegen allgemeine Korrosion und Lochfraß verringert werden. 3. Bohren, Drehen, Fräsen Ähnliche Nachteile wie beim Schleifen können auch durch eine spangebende Bearbeitung oder durch mechanische Verletzungen, z.B. in der Form von Kratzriefen, entstehen. Um den negativen Einfluss solcher Oberflächenverletzungen völlig zu beseitigen, ist es erforderlich, eine Oberflächenzone von bestimmter Dicke durch eine chemische Behandlung abzutragen. Praktische Erfahrungen haben gezeigt, dass es genügen kann, 3-10 µm dicke Schichten abzulösen, um die erhöhte Anfälligkeit hinreichend zu reduzieren. Genaue Werte müssen gegebenenfalls durch Versuche ermittelt werden. 4. Reinigendes Strahlen Zum reinigenden Strahlen austenitischer Werkstoffe dürfen nur Glaskugeln oder Korundperlen verwendet werden. Wahl der Kugelgröße ist dem gewünschten Behandlungseffekt anzupassen. Kleine Kugeln bewirken bessere Reinigung; große Kugeln führen zu stärkeren Oberflächenverdichtungen. Die Oberfläche des Werkstoffes soll nicht unnötig aufgeraut werden. Im allgemeinen genügen Kugeln mit einem Durchmesser von 100-200 µm. Dieses Verfahren führt zu Kaltverformungen und Druckeigenspannungen in der Werkstoffoberfläche. Die Beständigkeit gegen Spannungsrisskorrosion wird dadurch verbessert. Um beim Glaskugelstrahlen einen guten Reinigungseffekt (ähnlich dem des Beizens) zu erzielen, müssen folgende Bedingungen eingehalten werden: - Der Strahldruck muss mindestens 4 bar betragen. - Der Auftreffwinkel des Strahlgutes muss größer sein als 30 °. - Das Strahlgut darf nicht verunreinigt sein, d.h. beim Arbeiten mit Druckstrahlanlagen muß eine Aufbereitungsanlage vorhanden sein und beim Arbeiten nach dem Injektionsprinzip darf nur neuwertiges Strahlgut eingesetzt werden. Wird dies beachtet, so ist nicht mit einer Beeinträchtigung der Lochkorrosionsbeständigkeit zu rechnen. - Nach dem Strahlen muss die Oberfläche metallisch rein sein (Anlauffarben und Schweißschlackenreste dürfen mit bloßem Auge nicht zu erkennen sein). Wenn der entsprechende Reinigungseffekt nicht erzielt wird, muss gebeizt werden. - Wenn durch das Glaskugelstrahlen Druckvorspannungen zum Verhindern von Spannungsrisskorrosionen aufgebaut werden sollen, muss ein Strahlwinkel von annähernd 90 ° eingehalten werden. Strahldruck, Strahlzeit und Abstand des Düsenkopfes von der Stahloberfläche sind durch Vorversuche an geeigneten Proben zu ermitteln. Das reinigende Strahlen nach dem beschriebenen Verfahren darf nicht mit dem kontrollierten Kugelstrahlen zur Erzielung definierter Oberflächendruckeigenspannungen gleichgesetzt werden. |
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und andere Arten der
Korrosion z.B. Flächenkorrosion Zusammenfassung: |